Sonntag, 10. Juni 2018

[Rezension] Die Farben des Lebens - Christine Eder


Mitr dreizehn kommt Elli nach Deutschland, es ist ein fremdes Land für sie, sie kennt nichts uns niemanden. Alles ist neu. In der Schule versucht sie mitzukommen, besser zu werden. Sie lernt Menschen und Freunde kennen und mit fünfzehn dann auch ihre erste große Liebe, Edwin.
Es ist ein Rauf und runter und das Glück meint es erst nicht sonderlich gut mit ihnen. Doch dann wird es besser, ihre Liebe immer stärker. 
Aber kann es auch zu gewaltig werden?

Verlag: CreateSpace | Preis: 12,99€ | Seiten: 428 | Erschienen: 1.6.18








Dieser Roman wächst mit - ist das nicht toll? Das war mein erster Gedanke, denn Elli lernen wir kennen als sie dreizehn Jahre alt ist und am Ende des Buches ist sie Achtzehn, es liegen also fünf Jahre zwischen dem Anfang und dem Ende. Eine ganz schön enorme Entwicklung, die ich als Leser mitgemacht habe.

Am Anfang war es wirklich ein Hauch von Frühling, es lässt sich nicht besser und treffender ausdrücken. Es war einfach leicht, leicht zu lesen und leicht zu mögen, vor allem aber auch leicht zu verstehen. Die Gefühle, die Elli hatte waren mir teilweise sehr bekannt. Ich erinnere mich gut daran wie ich als Teenager immer gleich den Weltuntergang erlebt habe und auch bei Elli ist das der Fall. Aber sie ist dreizehn und es ist einfach so natürlich, dass ein Teenager über alle Maßen leidet, traurig ist oder verliebt ist. Das ist der Autorin einfach extrem authentisch gelungen.

Und obwohl Ellie's Chancen denkbar schlecht stehen zeigt sie es allen. Sie schafft in der Schule mehr als man ihr je zugetraut hätte und entwickelt sich zu einer starken jungen Frau. Ihr Verhalten war schon anfangs für eine dreizehnjährige recht vernünftig aber man merkte, dass da noch ein halbes Kind drin steckt, was sich nach einer Weile erledigte, sie wurde älter und ihr Verhalten reifer. Ich finde, dass Christine Eder diese Veränderungen fantastisch beschrieben und hervorgehoben hat. Es machte das ganze für mich sehr berührend, weil ich sie einfach so gut verstanden habe.

Als sie dann Edwin kennen lernte habe ich mich wie verrückt für sie gefreut ich war glücklich, das da jemand kam, der sie zu schätzen weiß. Es ging schnell, wie zu erwarten in dem Alter aber das wesentliche brauchte seine Zeit und ich habe all das hautnah miterlebt von Anfang bis Ende war es so, wie es sich richtig anfühlte auch wenn es dann eine Wendung nahm mit der ich im Leben nicht gerechnet hätte. Großartig.

Meine Gefühle warten von zart und verliebt bis verbissen und wütend, ich habe alles durchlebt und ich habe gelitten, mit Ellie. Ich habe ihren Schmerz beinahe körperlich gefühlt und wollte sie so gerne trösten. Es war wunderschön und schrecklich. Doch die Wendung am Ende hat mir etwas bewiesen. Hier wurde wert auf Ellie gelegt. Es war wichtig, dass sie erkennt, dass sie ihren Weg geht, sich durchsetzt und für sich entscheidet sich für sich entscheidet.
In den meisten Romanen opfern sich die Frauen vollkommen auf für ihre Liebe und es war einfach zum weinen schön wenn auch schrecklich, dass Ellie zwar geliebt hat aber sich auch selbst geliebt hat, genug um für sich einzustehen. Bewundernswert.



Die Autorin kann eine ganze Menge. Sie spielt mit den Gefühlen der Leser und lässt sie Achterbahn fahren. Sie gab mir so viel Liebe und Hoffnung am Anfang und nahm mir am Ende alles wieder weg. Sie hat ein Chaos in meinem Herz angerichtet und ich liebe das. Es hat mich aufgewühlt und ein wenig verstört und dennoch vollends glücklich gemacht. Es ist ein komischer Zustand zwischen Leere und Glück und ich bin froh, dass dieses Buch so unheimlich viel mit mir gemacht hat. Mich zum nachdenken gebracht hat. Das macht es zu viel mehr als einem einfachen Liebeseroman.



Ich bin bewegt und verliebt, traurig und zerstört. Ich hoffe und bin hoffnungslos.
Vor allem aber bin ich verliebt in diesen Roman.


Mir hat dieses Buch eine Reihe wunderbarer und wichtiger Botschaften vermittelt wie zum Beispiel, dass man sich auch selbst lieben muss, das man alles schaffen kann, das man nein sagen darf und noch so viel mehr.Es hat so vieles ausgesagt. Viel was ich nicht vorweg nehmen möchte. Ellie ist eine vielseitige Protagonistin mit Hobbys, einer tollen Familie, Zielen und einem Haufen Liebe in sich. Ja sie ist auch Zerrissen gewesen und das heilen dauert aber sie ist trotzdem dabei stark und eine Person geblieben, die ich als Vorbild ansehe. Dieser Roman zeigt Schattenseiten des Teenagerdaseins, es ist nicht alles bunt und wundervoll aber es zeigt, was ich ganz wichtig finde, dass man sich selbst treu bleiben kann, sich nicht für jemanden au den Augen verlieren muss. Es zeigt, was viele Mädchen in dem Alter durchmachen aber auch, wie man es für sich selbst übersteht obwohl es nicht danach aussieht.
Ganz groß.


Christine Eder schreibt anders. Ihre Figuren reden anderes und ihr Stil ist nicht klassisch aber er macht was her, er vermittel Tiefe und Authentizität. Sie gibt mit ihren Worten sehr viel und wie ich finde vor allem Hoffnung, in jedem Bereich des Lebens. Sie transportiert Gefühle zu ihrem Leser und das mitten ins Herz.




Das Cover finde ich wirklich schön. Es ist ganz ganz toll hell, freundlich und besonders obwohl es sehr schlicht ist. Auch im inneren zieht sich die Rose durch und ich fand das einfach wunderschön.




[Danke Christine für das Rezensionsexemplar und dein Vertrauen in mich]

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