Mittwoch, 1. August 2018

[Rezension] Der Tag an dem Cooper starb von Rebecca James

Als Coopers Leiche am Fuß der Klippen gefunden wird, lautet die offizielle Version: Selbstmord. Doch Libby, Coopers Freundin, kann das nicht glauben – Cooper und sie waren doch glücklich, es war die ganz große Liebe. Warum sollte er sich das Leben nehmen? Auf der Suche nach Antworten stößt Libby auf ein Netz von Lügen und Täuschung. Während die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, beginnt Libby zu ahnen, dass hinter Coopers Tod ein abgründiges Geheimnis steckt ...

Verlag: Cbt Verlag | Preis: 9,99€ | Seiten: | Erschienen: 

Zum Buch > Klick













Kennt ihr das, wenn ihr ganz sicher seid, dass ihr etwas ganz bestimmtes  von einem Buch bekommen werdet und es dann ganz anders kommt?
Genau das ist hier passiert. Leider war es aber nicht viel besser als erwartet sondern es hat mich über alle maßen geärgert.

Cooper ist ein ziemlich normaler junger Mann, er wirkt zufrieden, arbeitet, hat eine tolle Mom und Ziele für sein Leben. Er trifft wieder auf Libby und sie verlieben sich haltlos. Alles scheint perfekt. So weit so gut, damit sage ich nichts was neu wäre. Und um zu verstehen ist es unbedingt nötig zu wissen, dass mit Cooper eigentlich alles okay war.
Ehrlich gesagt gefiel er mir auch total gut, er hatte eine tolle Art, einen liebenswürdigen, stark gezeichneten Charakter und er hat mir Spaß gemacht.

Zusammen mit Libby ein ganz tolles Paar, ich konnte mich total in sie beide hinein versetzen und ihre Liebe fühlen. Zusammen haben sie mich total glücklich gemacht.

Allein konnte Libby mich aber überhaupt nicht überzeugen. Ich habe weder ihre Trauer gespürt noch irgendeine Art Bindung zu ihr aufbauen können. Leider. Denn ich wollte es wirklich.

Es gab aber nicht nur Libby und Coopers Geschichten. Sondern auch die ihrer Freunde. Sebastian und Claire wodurch die Eindrücke, die ich gewinnen konnte sehr vielfältig waren und die Geschichte sehr, sehr viele Stränge bekam, denen man hätte Leben einhauchen können, bei denen man ansetzen hätte können um Dinge aufzuklären, mit Nachdruck. Leider ist das in meinen Augen nicht geschehen.

Es gab viele Themen die in diesem Buch eine Rolle spielten.
Neid, Hass, Missgunst, Intrigen, Lügen...
Aber auch wirklich wichtige Themen, wie zB.: Drogenmissbrauch /sucht spielte eine enorm wichtige Rolle und wurde dann aber einfach so abgehandelt als wäre das nicht von Relevanz.

Sollte das ein Thriller sein?
Erhofft hatte ich mir ja ehrlich gesagt etwas abgründiges, wichtiges, voller Botschaften.
Doch am Ende war es einfach vollkommen sinnlos. Es hat mich so sehr geärgert weil es für mich alles zunichte gemacht hat was ich mir beim lesen ausmalte, was ich mir erhofft hatte und wofür ich es mit den Charakteren wieder und wieder versucht habe. Es war alles irgendwie eine große Zeitverschwendung in Anbetracht dessen, was am Ende heraus kommt. Ich sage natürlich dazu nicht weiter etwas, aber ich kann es weder als Thriller noch als Drama einordnen und ich hatte mir das Drama so sehr gewünscht.

Natürlich passieren Dinge und man ist vom Geschehen her schon gefesselt aber es blieb eher kalt und das Ende hat einfach für mich alles zerstört. Egal wie sehr ich mich bemüht habe das positive in den Vordergrund zu stellen.




Das Cover fand ich passend und es gefällt mir, es sieht so verheißungsvoll und düster aus.









Auch der Schreibstil der Autorin hat mir echt gut gefallen obwohl die Charaktere einzeln sehr kalt beschrieben wurden war der Stil dennoch angenehm zu lesen.



[Danke an den Cbt Verlag/ Randomhouse für das Rezensionsexemplar im Austausch gegen meine ehrliche Meinung]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ja, ich habe die Informationen zum Datenschutz gelesen.

[Rezension] Leben ist mein Schmetterling - Christine Eder

Der junge Andrej wird mit einem Freispruch aus dem Gefängnis entlassen, dennoch fühlt er sich nicht frei. Alpträume und Erinnerungen...