Donnerstag, 9. August 2018

[Rezension] Celesta - Diana Dettmann




Emma war noch ein kleines Mädchen, als ihre Mutter verschwand und ein Leben voller Risse zurückließ, die niemand jemals zu flicken vermochte. Mit kaum mehr als einem kläglichen Schulabschluss in der Tasche, fristet sie Jahrzehnte später ihre Abende hinter der Theke einer ranzigen Bar, teilt sich die Wohnung mit einem Mann, den sie nicht liebt, und träumt davon, eines Tages all das hinter sich zu lassen. Bis ihr eines Morgens auf dem Weg nach Hause eine furchteinflößende Kreatur begegnet, die ihrem Leben fast ein Ende setzt. War es der unvermittelt im Nebel auftauchende Fremde, der sie gerettet hat, oder das Feuer, das plötzlich aus ihren Handflächen schoss? Die bittere Wahrheit gibt Emmas Dasein eine jähe Kehrtwendung. Denn von einem Tag auf den anderen wird sie zur Gejagten, mit dem Schicksal ihrer Mutter im Nacken. Doch sie ist nicht allein …


Verlag: Dark Diamonds / Carlsen | Preis:12,99€ | Seiten: 348 | Erschienen: 28.2.18


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Diana hat mich mal wieder mit einer großartigen Geschichte verzaubert und in einen Bann gezogen aus dem ich nicht entkommen konnte.

Die Geschichte beginnt direkt düster und man ist mittendrin. Mir gelang es mühelos der Geschichte zu folgen, die Protagonistin in mein Herz zu schließen und bis zum Ende gespannt zu bleiben, denn diese Geschichte hatte in meinen Augen alles, was eine gute, eine wirklich gute Story braucht.
Es gab dieses Kribbeln, wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt aber es nicht benennen kann und es gab Spannung, so viel Spannung. Auch vor wirklich blutrünstigen Szenen schreckte die Autorin nicht zurück und hat es damit ein paar Mal geschafft, dass ich tief durchatmen musste, weil ich nicht wollte, dass es passiert. Dazu kam eine Liebesgeschichte, die nicht von Anfang an da war, keine Instalove. Und trotzdem war das ganze ziemlich prickelnd.
Ihr seht, eine perfekte Geschichte.
Für mich jedenfalls war sie das, ich habe keinen Punkt zu bemängeln, mir hat es Spaß gemacht, ich habe mich erschrocken, mich gegruselt, nachgedacht, mich verliebt und war die ganze Zeit völlig im Geschehen gefangen. Es gab keinen Moment in dem ich dem Buch weniger Aufmerksamkeit geschenkt habe, denn das war schlicht nicht möglich. Ich fand, dass Diana den Leser sehr für sich und ihre Geschichte beansprucht hat und mir hat das gut gefallen. Ich brauchte genau so eine Geschichte, die mich woanders hinbringt, mich einnimmt und mich an sich bindet und all das ist passiert.






Außerdem bekommt ihr es mit fiesen Machenschaften, tollen und gemeinen Charakteren und ekelhaften Wesen zu tun.
Vor allem die Charaktere Quinn und Emma sind mir ans Herz gewachsen, sehr. Ich habe sie dafür bewundert, dass sie ehrlich und offen waren. Ich habe Emma dafür gefeiert, dass sie nicht so ein naives Mädchen war, kein Mädchen, dass die ganze Zeit beschützt und behütet werden musste, auch wenn ich es mir manchmal dann doch für sie gewünscht hätte. Emma ist einfach anders, Emma ist wer sie ist und das bleibt auch im Verlauf der Geschichte so. Was für mich wirklich besonders war, ich mochte sie gleich noch lieber als ohnehin schon.
Quinn ist Quinn. Erlebt ihn, ich will nicht zu viel sagen aber ich fand ihn einfach toll wie verrückt.

Alles in allem ist Celesta eine Geschichte, die man lesen muss. Ja wirklich. Sie hat alles was man braucht um ein Buch richtig toll zu finden und geschrieben ist es ebenso toll. 



Dianas Schreibstil liebe ich sowieso und daran lässt sich auch nichts mehr rütteln, was ich am meisten mag ist, dass sie so völlig einnehmend schreibt, so leicht und locker aber an den richtigen Stellen so, dass es sich bei einem einbrennt. Das es so bedeutsam wird. Ich liebe das Gefühl, wenn ich etwas von ihr lese und es danach einfach ewig in meinem Kopf bleibt.



Das Cover ist zwar schlicht aber trotzdem sehr schön und besonders und ich mag es einfach, von Anfang an hat es mir richtig gut gefallen!


[Vielen Dank Diana für das Rezensionsexemplar und dein Vertrauen und Danke auch an den Carlsenverlag der das Buch zur Verfügung gestellt hat]

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