Mittwoch, 1. August 2018

[Rezension] Aus der Zeit gefallen von Katharina Münz


Reenactment. Charlotte bekommt Herpes, wenn sie nur an das Wort denkt. Auf matschigen Äckern Wickie spielen entspricht nicht gerade ihrer Vorstellung von einem gelungenen Wochenende, aber was tut sie nicht alles ihrem Freund zuliebe. Doch dann erwischt sie Aleks mit ihrer - ehemals! - besten Freundin auf dem Mittsommerfest. Zutiefst verletzt flieht sie vom Museumsdorf, als ein lecker aussehender Fremder in A+-Gewandung ihr vors Auto und ins Leben fällt.

Gesamtausgabe

Verlag: Independently published | Preis: 14,50€  | Seiten: 554 | Erschienen: 20.6.18

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Während Thorsteinn aus der Zeit gefallen ist bin ich aus meinem Genre gefallen. 
Es entspricht so gar nicht dem Buch, zu dem ich greifen würde und dennoch habe ich es gelesen und es hat mir auch gut gefallen.

Die ganze Story ist super abgedreht, wenn man bedenkt, was sich auf den ersten Seiten abspielt. Ich verrate euch das lieber nicht, ihr werdet schon sehen.
Die Thematik Wikinger und die nordische Mythologie sind mir eigentlich überhaupt nicht geläufig, was mir ab und zu ein paar Schwierigkeiten dabei beschert hat der Geschichte zu folgen. Die Autorin weiß, was sie da für eine Geschichte erzählt und das merkt man als Leser auch. Natürlich ist es großartig, dass sie weiß was sie tut, für völlige Neulinge wie mich vielleicht etwas schwierig da immer alles im Hinterkopf zu behalten. Ich hätte natürlich auch nach vorn zu den Erklärungen blättern können, aber das hätte ich dann sehr oft tun müssen, also habe ich mich darauf verlassen es auch so zu verstehen. Und ja es klappt man findet schon heraus was besondere Begriffe bedeuten und kann das anhand des Satzes verstehen.

Besonders hat mir Charlotte gefallen, sie ist so frech. Und so vorlaut und ich mochte das einfach total gerne. Sie lässt sich nichts sagen, scheut sich nicht davor den Mund auf zu machen. Mir hat das sehr gefallen, es war erfrischend, sie stand mit beiden Beinen fest im Leben und auch ein nervtötender Exfreund konnte sie nicht klein kriegen. Es hat wirklich Spaß gemacht Charlotte zu begleiten, sie und ihre Eigenarten, ihre Familie und Freunde kennen zu lernen.

Und Thorsteinn der ist sowieso eine Nummer für sich. Ihr werdet ihn sicher mögen! Ich fand ihn sehr niedlich, er war halt wirklich manchmal komplett doof. Ja genau. Nicht im Sinne von nicht intelligent sondern einfach eher dieses treu-doofe was man oft Hunden nachsagt. Dabei war er aber nicht nervig oder anhänglich sondern einfach so ein Mann zum knuddeln, der gleichzeitig super heiß sein konnte.
Torrie müsst ihr erleben.

An sich gab es ziemlich viel, was in dieser Geschichte passiert ist und das Ende fand ich zwar aus dem Nichts heraus entstanden aber es passte da einfach hin, weil ein dickes Ding einfach noch passieren musst. Es hat der Geschichte irgendwie einen Kick gegeben. Ich fand das super. Und ich habe auch ziemlich gefiebert, was wohl passieren und wie das ganze ausgehen wird. Die Spannung, die diese Roman (die 4 Bücher, denn das hier ist die Gesamtausgabe) eigentlich nicht brauchten kam zum Schluss und war dort wirklich gut aufgehoben. 

Auch empfand ich einige Szenen und Unterhaltungen als unglaublich witzig. Ziemlich zu Anfang gibt es eine Toiletten Szene - unglaublich witzig!
Aber auch sonst ist das ganze mit viel Humor erzählt.

Das ganze ist so ein Schmökerchen für kältere Tage, die man gemütlich mit einem dicken Buch verbringen möchte. Es wärmt das Herz und bringt gute Laune in triste Tage.






Katharina hat einen sehr besonderen Stil, dadurch, dass er sich ja mit der nordischen Mythologie beschäftigt ist eher eher altmodischer gehalten. Es wird nicht zu viel und ihr lest keine Uralt Sprache es ist nur ab und zu etwas gehobener, was ich aber total passend zur Story fand auch wenn ich über manche Worte gestolpert bin. Liegt aber daran das ich meist Jugendbücher lese.





Dieses hat mich zuerst nicht angesprochen. Es will sich auch so gar nicht mit den anderen Büchern in meinem Regal anfreunden, aber wisst ihr: ''Don't judge a book by it's Cover'' und das gilt. Denn die Geschichte ist echt cool.







[Rezensionsexemplar, danke dafür und dein Vertrauen in mich liebe Katharina]

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