Freitag, 27. April 2018

[Rezension] 5 Gründe, warum du ''Ich wollte nur, dass du noch weißt'' lesen musst



Spontan habe ich gestern zu diesem Buch oder vielmehr dieser Briefesammlung gegriffen.
Neben meiner aktuellen Lektüre wollte ich etwas leichtes, was man ab und zu mal lesen kann wenn es gerade nicht voran geht mit der Konzentration, die ich brauche um einen fetten Fantasyschinken zu lesen.
Aber das hat so gar nicht funktioniert. Der Sog alles zu lesen, jeden einzelnen Brief zu kennen war viel zu groß. Denn es sind Briefe, die niemals abgeschickt werden sollten, wahnsinnig intime Gedanken aber auch teilweise einfach wundervolle, die jeder auf der Welt lesen sollte weil sie so viel aussagen. Nachfolgend habe ich 5 Gründe zusammengefasst, warum ihr dieses Buch braucht. 
Emily Trunko die Autorin oder viel mehr die Schöpferin ist wirklich bemerkenswert, dass sie all das getan hat und diesen Menschen solch eine Möglichkeit gegeben hat.




Erstens: Die Aufmachung
Es ist eLKiesinfach wunderschön. Jede einzelne Seite ist liebevoll gestaltet und sieht anders 
aus als die davor.
Es steck so viel Liebe im Detail, in allem und man freut sich nach jeder Seite darauf zu erfahren, wie wohl die nächste aussieht. Es viel mir so schwer mich auf eine Seite, die ich euch zeige zu beschränken, denn ich hätte ebenso gut jede Seite fotografieren können, weil sie so so hübsch sind.
Ich habe wirklich selten ein so toll gestaltetes Buch in der Hand gehabt.



Zweitens: Die Idee
Allein diese ist es schon wert das Buch zu kaufen. Menschen, die etwa zu sagen haben aber das nicht laut tun können oder möchten eine Plattform zu bieten ist eine noble, sehr große Geste. Entstanden aus dem  gleichen Hintergrund, nämlich die eigenen nie verschickten Briefe.
Dafür einen Blog anzulegen, damit Menschen die verzweifelt sind, verliebt sind, unglücklich sind, vielleicht Hilfe brauchen oder einfach nur etwas zu sagen haben auch genau dies tun können - es sagen. Ich finde das wunderschön. Auch ich habe schon den ein oder anderen Brief geschrieben und nie verschickt, aber es hilft so sehr einfach für sich selbst aufzuschreiben, was einen bedrückt oder auch glücklich macht. Dafür wurde all das geschaffen und im Buch selbst steht, dass es auch viele gab, die Hilfe angeboten haben, oder durch Kommentare aufgemuntert haben. Vielleicht wollten sie anonym bleiben aber nicht ungehört. Die Idee verdient Aufmerksamkeit.





Drittens: Der Sog
Liest du einen, liest du sie alle. Ich schätze so ging es einigen, selbst wenn man sich fest vorgenommen hatte sich diese Sammlung von Briefen nur Häppchenweise vor zu nehmen.
Mein Plan sah ähnlich aus. Und doch war ich nach einer Stunde fertig mit dem Buch. Und ich kann mich an viele großartige, berührende, witzige, aufmunternde Worte erinnern, die ich gerne gelesen habe. Die mir etwas gegeben haben. Es kurz beiseite zu legen funktionierte einfach nicht, immer dringender wollte ich wissen, was ich als nächstes für Worte entdecken würde, was ich dabei empfinden würde.



Vierstens: Das Gefühl
Es war unterteilt in Kategorien wie zB. Liebe, Verlust, Freundschaft usw. und ebenso verschieden waren auch die Gefühle, die ich hatte, als ich diese Briefe las. Manche Briefe waren voll von Liebe und ich habe das so sehr gefühlt, dass ich selbst ganz verliebt war. Andere waren voller Trauer, Schmerz und Verzweiflung und ich habe mich andauernd gefragt was für ein Mensch so düstere Gedanken  hat, habe mich gefragt ihm oder ihr geholfen werden konnte, ob seine oder ihre Seele wieder ihren Platz gefunden hat. Ich fragte mich, wie all diese Menschen so wunderbare Dinge empfinden und schreiben konnten, wie sie Worte für ihre Gefühle fanden, die zu meinen wurden.
Diese Briefe sind allesamt etwas besonderes. Besonders berührt hat mich die Kategorie Verlust aber es gab vorher ich glaube in der Kategorie Freundschaft einen Brief von Freundin zu Freundin, in dem die eine Freundin der anderen sagt, dass es nicht okay ist sich ihren Freund zu nehmen. Mich hat dieser Brief und die Art wie er geschrieben war wirklich wirklich mitgenommen es war hinter dem Witz so viel Gefühl, so viel Schmerz versteckt...



Fünftens: Die Message
Es ist kein Roman, der am Ende für Freundschaft steht oder große Gefühle, bei dem der Autor genau das erreichen wollte. Nein. Es ist eine Sammlung von echten Briefen, echte Worte von echten Menschen. Und jeder einzelne hat irgendeine Botschaft zu verkünden und sei es nur: ''Ich bin glücklich ohne dich'' aber auch ''Du bist es wert'' und ''Ich liebe dich'' und ''Du fehlst mir'' sind Bestandteil der Botschaften, die ihr finden werdet. Ich kann nicht mit Garantie sagen, welche Nachricht für den Leser dahinter steckt aber das größte was ich empfunden habe war: 
Du bist nicht allein.
Denn genau so ist es. Sie alle haben etwas gemeinsam, sie schreiben Briefe, die niemand zu Gesicht bekommen soll. Sie werden also auf diesem Blog vereint, werden zu einer Gemeinschaft von Menschen die Briefe schreiben, die nie gelesen werden sollen, sie haben so viel gemeinsam. Und in irgendeinem Brief steckt auch ein bisschen von dir.
So habe ich mich öfter mal gefunden, vor allem das 15-jährige Ich und die dazugehörigen Gefühle habe ich sehr oft wieder getroffen. Was das angeht hat mir das Buch sogar etwas Frieden geschenkt. Denn was ich früher gefühlt habe ist normal.


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