Freitag, 14. Juni 2019

[Rezension] Toxic Lover - Chloe Jensen


Viele Jahre nach Sashas Tragödie ist der Multi-Millionär Adrian Reevers-Meyers ein emotionales Wrack und zu einem noch größeren menschlichen Ungeheuer geworden.
Als sein Erzfeind Joshua Madison schwer depressiv, aber geläutert nach New York zurückkehrt, fordert Adrian ihn ein letztes Mal heraus! Dabei trifft er auf Louise Kendal, Joshuas große Liebe, eine gebrochene, aber äußerst erfolgreiche Geschäftsfrau, die von Adrian fasziniert ist und die ihm bedingungslos verfällt! Grausig beginnen die beiden, sich zu lieben, zu quälen und schlussendlich auch zu bekämpfen. Welcher der beiden Liebenden wird das blutige Liebesspiel gewinnen?

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Verlag: Selfpublish | Preis: 11,99€ | Seiten: 211 |  Erschienen: Dezember 2018 

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Ich weiß immer noch nicht ob ich Worte hierfür habe, denn eigentlich kann man wirklich nichts dazu sagen außer ''Das müsst ihr selbst lesen'', trotzdem versuche ich Worte zu finden, die Ausdrücken, was mir beim lesen und danach durch den Kopf ging.

Viele wissen sicher, dass ich Chloés Bücher ziemlich krass aber auch beeindruckend finde. Sie sind sowohl krank als auch tief emotional. Auf eine Weise, die verstört und die man nur begreift, wenn man sich wirklich auf das Buch, die Figuren einlässt.

Wie immer finde ich Gewalt selbstverständlich nicht toll. sie gefällt mir nicht, ich befürworte sie nicht aber ich verstehe sie in diesem Buch, denn Adrian ist kein normal fühlender Mensch, er empfindet keine Empathie, er ist ein Psychopath und so handelt er auch. Zumindest denke ich, dass jemand, der wie er ist so handeln könnte. Es ist krass, es ist ein einziges Extrem und doch denkbar. 

Diese Story besteht aus viel Gewalt aus grausamen Intrigen, Machtspielen und Perversionen und ich steckte plötzlich ganz tief drin, unmöglich aufzutauchen und kurz Luft zu holen, denn es folgte immer schon der nächste Schlag.

Wenn man allerdings erst Mal über das kranke hinaus schaut und durch die kleinen Einblicke einen in Adrians Inneres sehen kann, dann macht sein Verhalten für das was er erlebt hat nicht nur Sinn sondern man kann tatsächlich empathisch sein, mit ihm mitfühlen und egal wie furchtbar das klingt so ist es. Ich persönlich bin wohl der krasse Kontrast zu Adrain, weil ich oft viel empathischer bin als ich sollte, weil ich zu gut, zu viel fühle. Vielleicht ist es mir aber dadurch möglich geworden ihn so gut zu verstehen, obwohl ich seine Taten verachtenswert finde.

Letztlich ist es aber ein hoher Preis, den auch Adrian zahlen muss.
In einer Welt voller Gewalt, Rache und Folter bleibt kaum jemand verschont und irgendwie ist genau das seine Absolution.
Genau das ist es was den Schalter, den ich längst erahnt habe umlegt.

Die Autorin ist unglaublich mutig, so eine Geschichte zu schreiben und kein Blatt vor den Mund zu nehmen, das hätte sich in dieser Form niemand getraut. Und ich habe auch nie etwas vergleichbares gelesen. Man weiß nie was hinter der Fassade eines Menschen lauert, das ist es was Chloé mit jedem Wort ausdrückt. Aber auch, dass du selbst bestimmst, wer du bist, wer du sein willst, wo du hin willst und mit wem auch wenn sie sich um das zu verdeutlichen extremen Situationen bedient ist es dennoch wahr. 

Diese Romane sind nichts für schwache Nerven, nichts für Menschen, die eine Liebesgeschichte lesen möchten, aber es ist für Menschen, die weit, weit über den Tellerrand blicken können und möchten.



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[Danke an Chloé Jensen für das Buch zur Rezension und dein Vertrauen]

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