Freitag, 29. März 2019

[Blogtour] The Writers life - oder warum uns Autoren foltern - Interview mit G.S. Lima



Beim Thema Schreiben setzt mein Herz immer etwas aus, dann kam ''Writers in New York'' ein Buch über zwei Schriftsteller, die sich in New York kennen lernen, nicht ohne Hindernisse aber alles andere als klischeehaft.

Genauso habe ich auch die Fragen ausgewählt, möglichst kein Standard und für euch unterhaltsam um euch einen Einblick in diesen Roman und hinter die Fassade der Charaktere und vielleicht auch ein bisschen hinter die der Autorin zu geben, die sich mutig meinen Fragen gestellt hat.

Vor allem hoffe ich, dass es für euch vielleicht auch ein wenig erklärt, warum wir, die armen Leser von den Autoren so sehr gefoltert werden. Sei es bei verschiedensten Wendungen oder wenn die Protagonisten, die man ins Herz geschlossen hat so sehr leiden müssen. Auch unsere liebe Autorin G. S. Lima bildet dabei keine Ausnahme und hat mir einige Qualen beschert. 

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Danke an die Netzwerkagentur Bookmark, bzw. die liebe Katja ohne die es diese Möglichkeit nicht gegeben hätte.

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Jetzt aber zu dem wirklich interessanten Interview.










1. Was magst du an der Geschichte ''Writers in New York'' am meisten?

G. S. Lima: 
Definitiv Kapitel 39. Ich habe schon oft auf meinem Blog erwähnt, dass ich WINY vor zwei geschrieben und mich dementsprechend weiterentwickelt habe. Wenn ich die Geschichte heute nochmal schreiben würde, wäre sie natürlich anders. Aber Kapitel 39 würde ich mit jedem Wort nochmal genauso so schreiben. Mein ultimatives Ziel ist, Rhythmus zwischen den Wörtern zu finden. Und ich finde, das ist mir da gelungen. Sonst: Maxtons Buchbar (ich will auch eine besitzen), das Setting New York (ich liebe die Stadt, total inspirierend) und die Hemingway-Zitate in der Geschichte (bin ein kleiner Hemingway-Fan).




2. Gab es Szenen, die dir sehr schwer gefallen sind zu schreiben?

G. S. Lima: 
Das Schreiben und Bearbeiten von Erotikszenen fand ich am Anfang wirklich schwierig. Und das Bearbeiten manchmal immer noch: Ich saß vorgestern im Zug und war dabei, eine Erotikszene für ein anderes Projekt zu bearbeiten. Ich habe dabei so komisch das Gesicht verzogen, dass mich am Ende alle beobachtet haben. Falls also jemand in der RE13 von Hamm nach Hagen war, wisst ihr jetzt, wieso, haha!

3. Hast du einen Charakter in der Geschichte, der dir absolut nicht gefällt, wenn ja warum?

G. S. Lima: 
Nein, ich liebe alle meine Charaktere. Auch Dora, Ernest und Trish. Vor allen Dingen Trish. Gebrochene Charaktere sind einfach meine Schwäche! 😊


4. Nenne uns drei Geheimnisse

G. S. Lima:
1. In meinem letzten Projekt ging es um einen Jungen, der Tagebuch schreibt. Weil ich mich mehr in ihn hinein fühlen wollte, habe ich auch angefangen, Tagebuch zu schreiben. Die Worddatei heißt Alles nur wegen Finn! und ich widme ihm jeden Eintrag.
2. Ich musste letztes Jahr für mein Studium aus meiner ersten eigenen Wohnung ausziehen. Und man muss wissen, dass ich sehr in meine erste eigene Wohnung verliebt war. Ich frage mich oft, wer jetzt in meinem 1,5-Zimmer-Apartment wohnt. Manchmal möchte ich sogar in meine frühere Straße fahren, einfach nur, weil ich Düsseldorf und die Wohnung so vermisse. Ja, ich weiß, ich bin ein bisschen verrückt, haha!
3. Manchmal spiele ich auf meinem iPad 2048, höre mir Dirty Laundry auf Dauerschleife an und denke darüber nach, wie es wäre, wenn India und Alec nicht nur echt für mich wären, sondern wirklich echte Personen. Ich möchte daran glauben, dass India und ich uns über unsere Book Boyfriends unterhalten würden, und Alec und ich beste Freunde wären, weil wir uns so ähnlich sind

5. Bist du eher der Schriftsteller-Alec oder Schriftsteller-India und wie äußert sich das?

G. S. Lima:
Eine meiner Freundinnen hat die allerallererste Fassung von WINY gelesen. Als sie mit dem Manuskript durch war, war ihr erste Aussage: „Omg, Gaby, du bist Alec!“ Also, definitiv Alec der Schriftsteller. Und ja, es ist manchmal wirklich zum Verzweifeln.




6. Was würdest du, wenn du in deine Geschichte eintauchen könntest Alec und India am liebsten mit auf den Weg geben?

G. S. Lima:
Ich glaube, ich könnte es nicht besser als Mr. Fallon sagen: „Hör auf, Personen zu erfinden. Geh in die Welt hinaus, und sei selbst eine!“


Und noch an Alec: Hör auf, dein Herz so zu verschließen.

7. Was machst du bei einer Schreibblockade, oder kannst du wie Alec immer irgendwas schreiben?

G. S. Lima: 
Ich bin wie Alec. Ich kann immer schreiben. Und wenn ich gerade keine kreative Phase habe, schreibe ich trotzdem weiter, weil ich eine Seite mit schlecht geschriebenen Sätzen zu einer Seite mit guten Sätzen bearbeiten kann.

8. Wer inspiriert dich am meisten?

G. S. Lima:
Ich liebe diese Frage! Allen voran: Die Lieder von AnnenMayKantereit und Fil Bo Riva. Habe Henning, Severin, Malte und Christoph sogar gestern live spielen gehört und gesehen, und ich weiß nicht, wie nach dieser Perfektion jemals wieder normal weiterleben kann, haha. Tarryn Fisher, als Schriftstellerin und auch als Frau. Jeder Mensch, der mich in irgendeiner Weise traurig macht/gemacht hat.

9. Was ist das Besondere für dich an ''Writers in New York'' ?

G. S. Lima:
Der Schriftstellerdasein-Konflikt und der Twist, den ich natürlich nicht verraten möchte! Dass es ein New Adult-Roman ist, aber trotzdem anders. Und dass es eigentlich keine Liebesgeschichte, sondern meine Liebeserklärung an das Schreiben ist!


10. Und die letzte Frage, was möchtest du deinen Lesern gerne mit auf den Weg geben?




G. S. Lima: 
Glaubt an euch. Heute. Morgen. Nächste Woche. In zehn Jahren. Auch wenn es schwierig ist. An die Schriftsteller unter euch: Hör nicht auf, zu schreiben. Schreibt nicht für einen Verlagsvertrag oder für den Erfolg. Schreibt für euch. Und schreibt weiter, bis ihr da seid, wo ihr sein wollt! Und natürlich: Danke an jeden, der sich dazu entschieden hat, WINY zu lesen. Egal, ob es euch gefallen hat oder nicht. Manchmal liege ich in meinem Bett, starre auf mein Bücherregal, sehe mein Buch und habe immer noch nicht realisiert, dass das wirklich mein Buch ist. Danke, danke, danke für jede Nachricht, die ganzen wundervollen Bilder und jede Rezension auf Amazon und Co. Auch für die schlechten. Ich bin erst einundzwanzig, arbeite sehr hart an mir und bin für jede Kritik dankbar! Danke auch an dich, liebe Nessi, für diese tollen Fragen. Ich finde sie unglaublich kreativ und es hat mir total Spaß gemacht, sie zu beantworten!!

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Inhalt: 
Er ist ein herzloser Autor, der plötzlich nur noch Worte schreibt, die an sie gewidmet sind . Sie ein Mädchen auf Durchreise, das ihr Herz an ihn verliert, obwohl sie weiß, dass sie ihn verlassen muss: Ein New Adult-Roman um zwei junge Menschen, die die Welt mit ihren Worten begeistern wollen
Als India Thomson von Alabama nach New York zieht, begegnet sie bereits bei ihrer Ankunft ihrem Nachbarn Alec Carter: Alec, der jeden Tag eine andere Frau zu sich einlädt, Alec, der lieber Geschichten über fiktive Charaktere schreibt als seine eigene zu erleben. Alec, in dessen Augen India sich für immer verlieren könnte. Alec, der darauf besteht, dass India und er Freunde werden müssten. Alec, von dem India sich fernhalten sollte, weil sie weiß, dass sie ihr Herz an ihn und seine Worte verlieren könnte...

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Danke liebe Gaby für das Interview und deine großartigen Antworten, für mich ist nun klar warum es sein muss, wie es ist und warum ihr Autoren uns Leser so fertig macht. Und dennoch habe ich ein wunderschönes Buch gelesen, oder gerade deshalb.

Wie hat denn euch dieses Interview gefallen? Habt ihr ''Writers in New York'' schon gelesen, wenn ja schreibt mir alles darüber.



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