Dienstag, 19. Februar 2019

[Rezension] Wer fliegen will muss schwimmen lernen - Krystal Sutherland



Kann es mehr als eine große Liebe geben?

Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Gefühlschaos. Wenn man sich verliebt, steht die Welt Kopf. Aber als Henry auf Grace trifft, ist alles anders. Sie ist so gar nicht, wie er sie sich vorgestellt hat, seine erste große Liebe. Doch ihre Zerbrechlichkeit und ihr Anderssein machen sie in Henrys Augen nur noch schöner. Und er verliebt sich in sie. Unsterblich, bedingungslos. Aber Grace verbirgt etwas vor ihm, ein tragisches Geheimnis, das zwischen ihnen steht … 

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Verlag: Blanvalet | Preis: 9,99€ | Seiten: 384 | Erschienen: 21.1.19

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Fangen wir mit dem Fehler an, der mir passiert ist. Ich sah das Cover und es gefiel mir wahnsinnig gut, ich dachte: ''Krystal Sutherland, da hast du doch schon mal ein Buch gelesen das du gut gefunden hast'', also habe ich kurz in den Inhalt geschaut und das Buch kurzerhand angefragt. Kürzlich zog ich es dann von meinem Stapel und fing an zu lesen und schon auf der ersten Seite stellte ich fest das ich das schon mal gelesen hatte. Ich hatte einen bestimmten Satz einfach übersehen: ''Die Hardcover-Ausgabe erschien unter dem Titel »Unsere verlorenen Herzen« bei cbt.''
Anfangs hat mich das etwas aus der Bahn geworfen aber als ich das überwunden habe, habe ich einfach gelesen, ich war auch ehrlich gesagt sehr schnell durch damit, weil mir die Geschichte noch sehr vertraut war und ich vieles einfach direkt wieder wusste.

Beim zweiten Mal muss ich sagen, habe ich dieses Buch ganz anders wahrgenommen. Es war besonders. Und es steckte so viel hinter Grace's Verhalten, was ich nach dem ersten Lesen nicht verstanden habe und mir eben mit ihrer Trauer erklärte. Das ist schon so aber jetzt mit dem Wissen habe ich sie nicht mehr als nur gemein empfunden sondern sie ging mir ziemlich unter die Haut und das obwohl ich nicht lange mit diesem Buch verbrachte.



Die Handlung kannte ich nicht mehr bis ins Detail aber das war nicht weiter schlimm, im Gegenteil es machte alles noch etwas neuer als es eigentlich war. Mir gefiel alles tatsächlich auch etwas besser. Wobei das bei Henry kaum möglich ist, denn ihn fand ich damals schon wirklich grandios. Er war nett, echt und anständig, ich mochte ihn unheimlich und habe mit ihm all das was er durchleben musste mitgemacht und mir gewünscht es würde alles besser für ihn werden. Ich wollte ihm wahnsinnig gerne die Hand auf die Schulter legen, ihm eine Freundin sein. 

Die Gefühle, die in diesem Buch umher wirbeln sind stark, sie reißen einem den Boden unter den Füßen weg und brechen einem das Herz mit wenigen Seiten und es wird immer mehr. Es war wahnsinnig intensiv, ich habe mich bei einigen Stellen tatsächlich total verloren und bin in dieser Geschichte zu Grunde gegangen, einerseits war es auf seltsame Weise romantisch und auf der anderen tief traurig, dass es kaum auszuhalten war. Und das beim zweiten mal. Irre.

Ich schätze, dass es beim ersten Mal lesen vielleicht nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit war, denn jetzt wünschte ich, ich hätte es beim zweiten Mal länger gelesen als dieses automatische schnelllesen, wenn man ein Buch schon kennt. Wobei auch das eben oft nicht passierte, weil es Szenen gab, die mir so sehr unter die Haut gingen, dass ich jedes Wort ganz langsam vor mich hin gelesen habe.

Ich muss dringend sagen, dieses Buch kann viel mehr auslösen als ich beim ersten Mal dachte, es ist so viel wichtiger, tiefgreifender als ich es zum ersten Mal empfunden habe.

Lest dieses Buch und dann lest es gleich nochmal.

Und vergesst nicht die Taschentücher, denn hier bleibt kein Auge trocken, nicht mal meins und ich dachte: ''Kennst du schon, da weinst du nicht'', dann kam es aber doch ganz anders und ich musste die ein oder andere Träne verdrücken.

Etwas, das ich über Grace noch sagen möchte, sie wirkt so fies und überhaupt nicht zugänglich aber letztlich werdet ihr so viel von ihr verstehen, so traurig sein über das was sie schon durchmachen musste und wünschen es wäre einfacher für sie gewesen, es wäre besser für sie gelaufen. Ihre gebrochene Seele war intensiv und machte mich ziemlich nachdenklich, beim ersten Mal schon aber jetzt war es noch etwas mehr, ein bisschen tiefer ein wenig authentischer das hätte ich wirklich nie vermutet. 

Krystal Sutherland hat eine wirklich besondere Art Charaktere zu erschaffen und gibt ihnen eine Tiefe, die man vielleicht nicht beim ersten Mal greifen kann, wie in meinem Fall aber beim zweiten mal in jeder Faser des Körper spürt.

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[Danke an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar im Austausch gegen meine ehrliche Meinung]



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