Dienstag, 26. Februar 2019

[Blogtour] Songbird - Brief an Ella | Special ''Fragen an die Autorin'' | GEWINNSPIEL



Hallo ihr Lieben und willkommen zu meinem Beitrag der ''Songbird-Blogtour'' .
Ich habe mich dafür entschieden einen Brief an die Protagonistin Ella zu schreiben, weil es unglaublich viel gibt, was ich ihr sagen wollen würde, wenn sie mir gegenüber stünde. 

Was ich vielleicht jedem sagen würde, der meine Worte brauchen könnte.

Es geht darum sich selbst zu lieben und ein bisschen mehr glücklich zu sein, mehr positiv.

Dabei wünsche ich euch viel Spaß!







Liebe Ella,
es ist okay, wenn das Leben mal nicht so läuft, wie es sollte, es ist auch okay traurig zu sein und sich leer zu fühlen. Das kommt bei jedem mal in der ein oder anderen Form vor.
Aber vergiss nicht, dass du ein Leben hast, ein gutes mit Freunden die für dich da sind, mit denen du durch dick und dünn gehen kannst, mit Eltern die dich lieben und auffangen und einem Bruder der wenn auch leicht verpeilt trotzdem seine Schwester über alles liebt. Vergiss nicht all die Momente, die kleinen Guten und vergiss nicht die Musik und all die wunderbaren Lieder mit all den großartigen Erinnerungen. Und wenn all das dir nicht hilft und das schwarze Loch nicht aufhört an dir zu reißen dann such dir Hilfe, tu das dir und deinem Körper nicht an. Es gibt Menschen, die dich besser verstehen, die das gleiche durchmachen und welche die dir da wieder heraus helfen können.
Und wenn du das getan hast liebe Ella, dann sind all die Menschen, deine Freunde, deine Familie und auch Sam für dich da um dich wieder auf die Beine zu bringen. 
Denn selbst wenn all das Licht aus deinem Leben zu verschwinden scheint, ist es doch vielleicht nur eine Sonnenfinsternis und im nächsten Moment kehrt all das Licht doppelt so hell wieder zurück.

Liebe Ella, sei glücklich mit all dem was du hast, denn es ist mehr als viele sich auch nur wünschen können. Ich weiß, dieser Satz nervt, denn immerhin leidest du trotzdem, aber denk an alles, was ich davor geschrieben habe und dann denk wieder an die Musik und beginne von vorne. Denn auch dunkle Höhlen können im hellsten Licht erstrahlen.

Eine unbekannte Leserin deiner Geschichte, die mit vollem Herzen, überfülltem Herzen dabei war.
-Nessi

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Außerdem hat die liebenswürdige Anna Rosina Fischer ein paar meiner Fragen beantwortet, diese grandiosen Antworten, die das Buch noch ein wenig besser erklären möchte ich euch nicht vorenthalten. 



Nessi:Passend zu meinem Brief. Was würdest du deiner Protagonistin Ella gerne mit auf den Weg geben?“



Anna: Das kommt tatsächlich auf meine Tagesform an. An guten Tagen würde ich ihr sagen:
Liebe Ella,
wunderschöne, starke, talentierte Ella.
Ich wünsche mir so sehr, dass du dich so sehen könntest, wie ich dich sehe.
Wie gerne würde ich mit einem Fingerschnippen all dein Leiden beenden, dir deine Ängste nehmen und die Sucht nichts zu essen einfach aus dir verbannen. Ich weiß, dass das leider nicht funktioniert, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es für dich einen Weg gibt und du irgendwann die Kraft dazu hast, dein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen in vollen Zügen zu genießen, und dass du irgendwann erkennst, was für ein toller Mensch mit so vielen wunderbaren Eigenschaften du eigentlich bist.
Du weißt, dass ich immer für dich da bin, ob wir nun reden, schreien, weinen oder schweigen. Ich bin für dich da.

An schlechten Tagen würde ich ihr sagen:
Iss, Kind! Iss verdammt nochmal!



Nessi: „Warum hast du dich entschieden, die Krankheit eher nebensächlich wirken zu lassen? (Ich fand das authentisch, wüsste aber sehr gerne wieso ... falls das nicht spoilert.)“

Anna: In erster Linie wollte ich einfach nur einen schönen Liebesroman schreiben. Er war ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin und nicht als Sachbuch, Selbsthilferatgeber oder Psychoanalyse gedacht. Hinzu kommt, dass ich so wenig wie möglich triggern und schon gar keine Anleitung zur Magersucht verfassen wollte – das wäre ganz schnell der Fall gewesen, da mein Roman aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Ich verstehe das Bedürfnis der Leser, einen Grund für diese Erkrankung (z.B. Mobbing, Übergewicht etc.) und im besten Fall eine Lösung oder gar Heilung innerhalb der Geschichte zu erhalten, aber so funktionieren primäre psychische Erkrankungen nicht. Leider. Die Wahrnehmung betroffener Personen ist gestört, und sie handeln nicht immer rational. Eine Essstörung bedarf jahrelanger Therapie, die u.a. darauf abzielt, einen Weg im Umgang mit der Krankheit im Alltag zu finden, um am “normalen“ Leben teilnehmen zu können. Sie bedeutet im seltensten Fall Heilung, da die Ursache oft tief verwurzelte Ängste sind (die sich möglicherweise völlig unbewusst in frühester Kindheit eingeschlichen haben) und die der Mensch der darunter leidet kaum selbst benennen kann … das alles konnte ich unmöglich in ein Buch packen, das gerade mal einen Zeitraum von vier Monaten abhandelt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie hilflos solch eine Erkrankung macht. Alle leiden darunter. Auch Familie und Freunde. Es gibt Tage, da geht man besser mit der Situation um und an anderen wieder schlechter. Manchmal fehlt das Verständnis und die Verzweiflung und Wut überwiegt, und dann wiederum hat man ausreichend Kraft um “richtig“ zu handeln, die “richtigen“ Worte zu finden und kann die psychische Erkrankung als Teil der Persönlichkeit akzeptieren. Denn sie macht den Menschen auch aus. Gehört zu ihm.

In Songbird wollte ich aufzeigen, dass es jeden treffen kann … auch (vermeintlich) intakte Familien. Einfach so. Ohne Auslöser. Schleichend, langsam, aber unaufhaltsam. Es gibt nicht nur entweder/oder, gut/böse, richtig/falsch … denn das Leben ist nicht nur schwarz/weiß, dazwischen mischen sich unzählige Nuancen an Grautönen und zum Glück auch ganz viel BUNT.


Nessi:Gab es Momente, in denen du das ganze Buch am liebsten über Bord geworfen hättest?“

Anna: Nein, solche Momente gab es tatsächlich nie. Ich stand ja nicht unter Druck … außer dass ich es bis zum Geburtstag meiner Freundin fertig haben wollte (Das hat natürlich überhaupt nicht funktioniert. Das Geschenk kam ein halbes Jahr zu spät xD). Und es hat einfach so viel Spaß gemacht daran zu arbeiten und zu erleben, wie die Charaktere ihr Eigenleben entwickeln. Nie im Leben dachte ich, dass dabei ein “richtiges“ Buch mit über 400 Seiten entstehen könnte. Nach den ersten dreißig Seiten dachte ich nur: Wahnsinn … schon so viel … ist ja irre :))) Ich habe nie zuvor geschrieben (also klar, ich war des Schreibens mächtig, aber ich hatte nie schriftstellerische Ambitionen), umso geflashter bin ich natürlich, dass dieser erste Versuch jetzt tatsächlich verlegt wird.



Nessi: „Fiel es schwer, Ella und Sam so leiden zu lassen?“


Anna: Das fiel mir merkwürdigerweise gar nicht schwer. Im Gegenteil … diese Szenen mochte ich am meisten. Ich liebe es, wenn sich meine Charaktere so richtig schön im Leid suhlen. Dabei kann man während des Schreibens so viele Emotionen heraus lassen, lauter Gefühle, die einem selbst bekannt sind, die man alle schon einmal oder oft fühlen musste/durfte, und es entsteht so eine tiefe Verbundenheit.



Nessi: „Was hat dich zu genau dieser Geschichte inspiriert?“

Anna: Zum einen wollte ich für meine Freundin unbedingt das Thema Lehrer-Schüler-Liebe aufgreifen, da Weil Ich Layken Liebe zu dem Zeitpunkt ihr absolutes Lieblingsbuch war. Allerdings sollte es auch wieder völlig anders werden. Ich mochte den Gedanken, dass Ella und Sam eine gemeinsame Vergangenheit haben und nicht auf den ersten Blick schockverliebt sind, und ich mochte, dass sie sich ziemlich schnell eingestehen, was sie füreinander empfinden, denn in der Realität fängt doch da erst die eigentliche Geschichte an.


Im Prinzip war mir mein Leben und das meiner Lieben große Inspiration. Die schönen und auch die schlechten Zeiten. Angefangen bei einer Kindheit ohne Mutter und denkbar schlechten Beziehung zum Vater, über nächtliche “Einbrüche“ in Freibäder, bis hin zur psychischen Erkrankung. Und natürlich Musik. Ganz viel Musik. All das und natürlich noch viel mehr hat in Songbird Platz gefunden, und das Schreiben hat mir geholfen, die Zeit, während ich Woche für Woche hilflos im Wartezimmer einer Psychotherapeutin saß, sinnvoll auszufüllen und vieles zu verarbeiten.

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GEWINNSPIEL:

3x je 1 Printexemplar von ''Songbird'' zu gewinnen
Beantwortet dafür folgende Frage:
''Warum möchtest du Songbird lesen?''

Um eure Chancen zu erhöhen schaut auch bei den anderen Bloggern vorbei, sie haben großartige Beiträge für euch. 

25.2. - Inas little Bakery - Buchvorstellung
26.2. - Bookalicious8 - 5 Gründe
27.2. - Hier - Brief an Ella
28.2. - Nenyas Tinten Wunderland - Essstörung
01.3. - Lovin Books - Playlist

Teilnahmebedingungen: 
--Du bist 18 Jahre alt oder hast die Teilnahmezustimmung eines Erziehungs- oder Sorgeberechtigten
Teilnehmen kann jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz
-Für den Postversand wird keine Haftung übernommen
-Keine Barauszahlung des Gewinns
-Die Gewinner werden im Laufe des 04.03.2019 bekanntgegeben und melden sich bitte innerhalb von 24 Stunden via Mail mit dem Betreff: Blogtour Songbird unter inaslittlebakery@yahoo.de
-Du erklärst dich damit einverstanden, das wir deinen Namen im Gewinnfall auf unseren Blogs und ggf. Social Media Accounts veröffentlichen dürfen
-Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kommentare:

  1. Huhu Liebes,

    der Brief ist wahnsinnig toll und allein der sorgt schon dafür, dass ich "Songbird" lesen möchte. Dass es auch noch glitzert ist das i-Tüpfelchen ❤️

    Xoxo
    Sarah von Sunny's Bücherschloss

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  2. Huhu,

    Oh dein Brief an Ella ist so schön und mitfühlend geschrieben, ein wirklich toller Beitrag!

    Mich hat der Klappentext direkt angesprochen, ich habe wohl eine Schwäche für Lehrer /Schüler Lovestorys und Ina hat so von diesem Buch geschwärmt, dass ich mir absolut sicher bin dass ich es lieben werde 💗

    LG Susan

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  3. Hallo liebe Nessi,

    vielen Dank für deinen wunderschönen Brief. Der ist wirklich toll geworden! Und das Interview mit der Autorin habe ich auch richtig gerne gelesen. Eure Blogtour macht mich immer neugieriger auf das Buch. Ich war ja eh schon total gespannt darauf, aber mittlerweile ist es wirklich zu einem Must-Read für mich geworden. :D
    Warum ich "Songbird" gerne lesen möchte? Irgendwie kann ich das gar nicht so genau beantworten. Mich spricht hier einfach alles an. Das Cover, die Story, die vielen Themen, die das Buch enthält...hier weiß ich einfach, dass "Songbird" ganz genau das Richtige für mich sein wird. :D

    Viele liebe Grüße
    Corinna

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  4. Hey! Ich möchte das Buch unbedingt lesen, weil ich diese Lehrerromanzen total toll finde. Ich liebe es, wenn die Liebe eigentlich verboten ist. Liebe Grüße, Nathalie

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  5. Hallo Nessi,

    ich schließe mich an - ein sehr schöner Brief, sowohl inhaltlich als auch gestalterisch ♥
    Und auch die Fragen und Antworten an bzw. von Anna fand ich spannend!

    Ich möchte das Buch gern lesen, weil mich gerade das, was die Autorin auch beschrieben hat - dass Ella und Sam eben nicht schockverliebt auf den ersten Blick sind und es sich ewig nicht eingestehen wollen, sondern sich schon vor der Lehrer-Schülerin-Situation kennen - an der Geschichte reizt.
    Außerdem glaube ich, dass Debüts, die noch ganz ohne den Gedanken an eine Veröffentlichung entstanden sind, immer etwas ganz Besonderes haben.

    Liebe Grüße!

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  6. Weil ich schöne Bücher liebe und dieses eins meiner Lieblingsgenres ist.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  7. Hey :)

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich glaube mein Kommentar hat nicht funktioniert, falls doch kannst du das doppelte gerne löschen :D

    Ich möchte das Buch gerne aufgrund des Klappentextes und des Covers lesen. Auch die 5 Gründe von Vanny gestern habe es mir angetan. Ich liebe es wenn ein Buch emotional ist und auch mal schwierige Themen behandelt.

    Liebe Grüße
    Jenny

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  8. Hey :)
    Ich liebe komplizierte und auch unbequeme Themen in Büchern und ich glaube, das wird so eines werden.

    Liebe Grüße
    Ramona

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  9. Huhu

    ein tolles Interview und ein noch schönerer Brief.
    Lesen möchte ich es auf Grund seiner Geschichte. Mich reizt dieses Buch anhand der Kurzfassung

    LG Natalie

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  10. Weil mich die Geschichte neugierig macht. Und das Interviews mich nich mehr dazu anregt.

    Ania de lux auf fb

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