Donnerstag, 5. September 2019

[Rezension] Midnight Blue - L. J. Shen





Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm – wunderschön aus der Ferne, doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören 
Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird – vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren ... 

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Verlag: Lyx | Preis: 12,90€ | Seiten: 444 | Erschienen: 30.8.19

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Mit diesem Buch hatte ich es nicht leicht. Der Anfang zog sich für mich ein wenig in die Länge, wobei ich das noch okay fand. Es ging zwar etwa langsamer los, als erhofft aber es ließ sich eigentlich ganz gut lesen. Dann wurde irgendwie alles schwierig. Also mit Alex kam ich einfach so gar nicht klar, ich fand ihn zu abweisend, fies, überheblich und dadurch auch leider kein bisschen Sexy. Sympathie Fehlanzeige.

Und Indie? Über die Figur: ''Indigo'' lässt sich bestimmt streiten. ''Warum lässt sie sich das alles bieten?'', ''Wieso haut sie nicht auf den Tisch?'' usw. Natürlich habe ich mich all das auch gefragt, aber ich fand sie trotzdem unglaublich liebenswert. Sie war selbstlos, aufopferungsvoll und toll. Ihre Beweggründe habe ich verstehen können. Sie tat all das für ihre Familie. Für ein hilfloses Kind zum Teil. 

Und es gab dann diese winzigen Momente in den Alex anders war, in denen er ein mini kleines bisschen von dem gezeigt hat, wie er sein kann. Indigo hat das gereicht. Mir leider nicht. Ich mochte Alex sehr lange nicht. Ich konnte nicht mit ihm mitfühlen und habe die Gedanken, die er sich wegen seiner Ex und all dem gemacht hat gehasst, habe all das nicht  verstanden. 



Aber dann fing es an richtig gut zu werden und ich kann nicht mal wirklich sagen, was meine Meinung geändert hat und warum ich es plötzlich mochte aber irgendwie hatte ich auf den letzten 200 Seiten das Gefühl, da wäre mehr. Alex wäre mehr. Und als ich immer mehr und mehr über seine Hintergründe erfuhr wurde er allmählich für mich nachvollziehbar. Ich konnte mich mehr in die Geschichte fallen lassen und mehr mit fühlen. 

Am Ende war der Sog dann recht groß, wobei es trotz allem diesen Suchtfaktor schon ganz am Anfang ausgelöst hat. Ich kann es schwer beschreiben, aber es war wirklicht ein Wirbelsturm. Mal habe ich gehasst, mal geliebt, mal nicht verstanden, mal total mitgefühlt. 

Dieses Buch war voller Widersprüche und seltsamer Emotionen und hat mich auf eine Weise gefordert, die weder gut noch schlecht ist sondern irgendwie etwas dazwischen was ich nicht benennen kann. Etwas besonderes, das allem zum Trotz diese Geschichte besonders macht.

Außerdem mochte ich die vielen sehr emotionalen Momente. Davon gab es einige, die mich völlig umgehauen haben.

Macht euch hier am besten selbst ein Bild. Und wenn ihr euch ähnlich durcheinander fühlt wie ich sollte dieses Buch vielleicht so eine Reaktion auslösen?! Ich weiß es nicht aber es fasziniert mich, was diese Geschichte mit mir gemacht hat.


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[Danke an die Lesejury für die Möglichkeit das Buch zu lesen ]



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