Sonntag, 29. September 2019

[Rezension] Hotel der Erinnerung - Chelsea Bobulski



Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen?

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Verlag: Carlsen | Preis: 13,00€ | Seiten: 352 | Erschienen: 30.9.19

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Kennt ihr solche Bücher, die euch komplett überraschen, weil ihr nichts erwartet habt und ungemein positiv überrascht worden seid? So ein Buch ist für mich ''Hotel der Erinnerung''. Ich habe das Cover gesehen und fand es deshalb interessant, dann habe ich den Klappentext gelesen und wollte es haben. Und viel mehr Gedanken habe ich mir dazu dann auch nicht gemacht.

Die Story wechselt zwischen Nell und Lea hin und her, man erfährt immer abwechselnd Teile aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit, die sich im Hotel abgespielt haben. Es bleibt so lange irre mysteriös und undurchsichtig. Mir ist es bis zur Auflösung nicht gelungen dahinter zu blicken und das hat mich doch sehr beeindruckt. Chelsea Bobulski hat einen wirklich fesselnden Stil und eine tolle Art eine Geschichte zu erzählen. Ich hatte hier ein wirklich tolles Leseerlebnis und einige richtig coole Stunden in denen mein Kopf nicht still stand und unentwegt versucht hat das Rätsel zu knacken. So genial.

Die Figuren fand ich alle richtig cool, auch die bösen. Sie passten einfach perfekt in die Story, ihre Handlungen und Verhaltensweisen haben das Bild perfekt gemacht. Sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft. Einige von ihnen habe ich wahnsinnig doll in mein Herz geschlossen, andere fand ich ätzend, weil sie einfach so fies waren und das war gut so, weil sie alle dazu beigetragen haben die Geschichte voran zu bringen und den Leser wirklich sehr vielschichtig Dinge fühlen zu lassen.

Ich bin mit Nell im großen Saal gewesen, habe mich ständig zu Tode erschreckt, war mit Lea stark und mutig und habe mit Alec gelitten. Und während all dem habe ich weiter versucht meine Gedanken zu all den Vorkommnissen zu sortieren, doch die Autorin hat sich einen so coolen Plot, dass ich echt nicht drauf kam und hat für mich das perfekte Herbstbuch geschaffen: Mysteriös, etwas Angst einflößend und gruselig. Und dazwischen war es aber auch noch emotional, witzig und besonders. Ihr merkt schon, da kommt ganz schön was zusammen und ich denke, dass viele überrascht wären was dieses Buch mit einem macht. Lest es !

Das Hotel wurde beinahe zu meinem eigenen Zuhause, weil es so viele Details gab, die die Autorin dem Leser nah gebracht hat, so viele versteckte Winkel und besondere Orte, es hat sich so echt angefühlt. Ich war mittendrin und gefangen, konnte nicht entkommen. Nicht mal danach, denn ich habe mir den Kopf zerbrochen über jede Kleinigkeit. 

Was für ein tolles Buch, was für eine extrem coole und besondere Idee. Vor allem das Ganze in einem Hotel spielen zu lassen fand ich super. 
Für mich ein kleiner Schatz, den hoffentlich noch viel mehr Leute entdecken werden.





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[Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar im Austausch gegen meine ehrliche Meinung]


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