Sonntag, 7. April 2019

[Rezension] Devils Toy - Chloé Jensen



Das Leben der jungen Sasha gleicht einer Hölle, in der sie tagtäglich ums Überleben kämpfen muss. Trotz ihrer widrigen Lebensumstände ist sie eine ungebrochene Optimistin und eine Meisterin der Resilienz. Eine Fähigkeit, die ihr im Ausnahmezustand das Überleben sichert. 
Als sie eines Tages dem erfolgsverwöhnten Multi-Millionär Adrian Reevers-Meyers begegnet, wird ihre Lebenseinstellung hart auf die Probe gestellt. 

Adrian Reevers-Meyers ist der perfekte Manipulator, ein gnadenloser Narzisst, der mit seiner Elite-Bande, allesamt Absolventen einer renommierten Universität, perverse Psychospielchen treibt, die nicht nur einen Menschen in den Selbstmord getrieben haben. Der schöne und moderne Soziopath ist ein Meister der Täuschung und kaum in der Lage, Empathie und Liebe zu empfinden.
Adrian ist fasziniert von Sasha, von ihrem warmen und mitfühlenden Wesen, das er aus seiner vergifteten Welt nicht kennt. Doch von einem Psychopathen geliebt zu werden ist keine gute Idee, wie die junge Frau sehr bald herausfinden sollte. Trotzdem ist sie mutig und schenkt ihm ihre Gefühle. Dabei löst sie einen unerbittlichen Kampf aus. Einen Kampf um die eigene Würde, die eigenen Werte aber auch um die ganz große und bedingungslose Liebe.

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Verlag: Self Publish | Preis: 14,99€ | Seiten: 411 | Erschienen: 28.9.18

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Ach du meine Güte. Was zur Hölle habe ich da gelesen? 
Was habe ich da ausgehalten und was hat Chloé Jensen dazu bewogen ein solches Buch zu schreiben?

Was ist der Aussage dahinter? Auch Psychopathen verlieben sich? 
Ihr wisst ja nicht wie krank manche Leute wirklich sind?

Fangen wir an, ich finde es wirklich gut, dass Chloé ihre eigenen Geschichten schreibt, das was sie schreiben und erzählen will. Etwas das in keine Sparte, wirklich nicht die kleinste Schublade passt. Was sie schreibt ist anders als alles was ihr kennt. 

Ich möchte nichts beschönigen. Es gab Gewaltszenen, die mir wirklich an die Nieren gegangen sind, ich zähle das nicht zu Erotikszenen, denn für mich war all das einfach Gewalt. Egal aus welchem Grund. Aber diese gehörte zur Geschichte, die die Autorin erzählen musste, denn Adrian ist kein gewöhnlicher Bad Boy er hat keine Masche von wegen: ''Erst weg stoßen, dann umso mehr lieben'', so wie wir es oft aus New Adult Büchern kennen. Ihm ist es schlicht egal, wie es seinen Mitmenschen geht, wie sie sich fühlen, weil er einfach keine Empathie empfinden kann. Und das ist nämlich das interessante. Denn ein gewisses Maß an Empathie empfinden wir doch alle oder? Eben nicht. 

Chloé Jensen wählt harte Worte mit denen ganz bestimmt nicht alle einverstanden sind, Worte die sicher oft zerrissen werden und es fällt leicht etwas schlechtes zu sagen wenn man einfach das oberflächliche sieht. Gewalt, Psychopathen, die diese vollständig ausleben, Frauen die zu opfern werden. Das ist keinesfalls okay. Aber das hier ist eben nun mal ein Buch über einen Psychopathen, seine Geschichte. 
Ich habe versucht mich in die Person ''Adrian'' hinein zu versetzen und konnte es nicht, denn ich bin umheimlich empathisch und Adrian war für mich das Paradebeispiel, wie ich mir jemanden vorstelle, der absolut keinen Funken Empathie im Leib trägt. Und trotzdem ist er zu Gefühlen fähig. Wie sich das tatsächlich verhält kann ich nicht sagen aber es war ein krasser Kontrast, einmal der Psychopath Adrian und einmal der Adrian, der er mit Sasha war. Ich frage mich ob das in dieser Form Möglich ist. Aber es war für mich der Lichtblick.

Sasha ist nämlich eine großartige Person, sie ist stark und hat einen unbrechbaren Willen es zu schaffen und das bewundere ich. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, wieso sie bei Adrian geblieben ist, denn mir persönlich wäre vor Angst alles vergangen aber es passte irgendwie. Es nahm der Geschichte das furchtbare. Und die Momente der beiden waren wirklich schön und sanft und wie ein weißer Pinselstrich auf einer Pechschwarzen Leinwand.

Bei der Einordnung dieser Story habe ich Schwierigkeiten, denn ich möchte sie gerne in Psycho... Psycho was?, stecken. Aber Thriller ist absolut das falsche Wort. Wenn ich müsste würde ich sagen, dass es sich um ein Psychodrama handelt, das kommt meinen Gefühlen beim Lesen am nächsten. Denn ich war vollkommen fertig mit den Nerven, ich habe nicht nur gelitten sondern vor mich hin gemurmelt: ''Bitte nicht'' aber es kam immer noch ein wenig schlimmer als ich glaubte. Und ich fragte mich zunehmend, warum alle von Adrians ''Freunden'' solche Tiere sind. Warum? 

Ich war verstört, sehr. Aber dennoch hat mich diese Geschichte komplett mit sich gerissen. 

Was ich wirklich hoffe ist eine Aufklärung. Ich möchte mehr von meinen: ''Warum's?'' beantwortet haben, ich möchte es verstehen, denn ich muss wissen, wie all das passieren konnte, wie junge Männer zu Monstern werden und wie eine Frau so dermaßen stark sein kann solche Dinge zu überleben, jemanden zu lieben und heller zu strahlen als zuvor.

Was Chloé immer macht, sie gibt ihren weiblichen Figuren Würde, die sie trotz allem behalten egal was geschieht ich finde das ist ein wirkliches Talent. Und es fühlt sich besser an als zu lesen wie Psychopathen eine Frau tatsächlich brechen. Denn das ist der Grund warum ich keine Psychothriller lese. 
Chloé schafft es mich zweifeln zu lassen, zu hinterfragen, zu verstehen. Sie spielt mit der Psyche ihrer Leser und ich bin fix und fertig. 

Warum ich Sätze wie ''Tolle Geschichte'' oder ''Ein schönes Buch'' meide? Es ist schlicht keine schöne Geschichte, hätte Chloé eine solche schreiben wollen hätte sie das gemacht, dieses Buch muss hässliche sein, es muss über alle Grenzen hinaus gehen, denn für Adrian gibt es keine Grenzen, es ist keine Empathie da die ihn in seine Schranken weist, wenn er mit einem menschlichen Wesen zu weit geht und das ist erschreckend, interessant aber nicht schön. Natürlich nicht. Es ist ein Buch das man verstehen will, das man liest um erschreckt zu werden um etwas anderes zu haben es ist kein Buch, das man liest um zu schwärmen oder sich zu entspannen. Wenn man sich damit abgefunden hat kann man hier etwas unglaubliches erleben.

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[Danke Chloé für das Buch und dein Vertrauen in mich]

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