Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension [ Bannwald ] von Julie Heiland

Inhalt:
Ich hasse den Wald. Ich hasse ihn aus tiefstem Herzen. Er tut so, als wäre er mein Zuhause. Aber das ist er nicht. Er ist mein Gefängnis.
Seit Generationen leben die Leonen unterdrückt von den blutrünstigen Tauren im Wald. Die Tauren sind mörderisch und als die 17-jährige Robin auf Emilian trifft, ist sie sicher: Er wird sie töten. Doch stattdessen lässt er sie laufen. Warum?

Nicht lange danach stirbt ein Reh durch Robins pure Gedankenkraft. Ein furchtbares Geheimnis, und nur der Todfeind kennt es.



Meinung:
Lange habe ich gewartet, bis ich dieses Buch endlich in den Händen gehalten habe, und ich frage mich wieder und wieder: Warum hast du es nicht schon eher gelesen?
Hätte ich gewusst, dass es sofort zu meinem Liebsten werden würde, hätte ich es sicher früher gekauft.

Bannwald ist ein Buch, dass sofort tief unter die Haut geht. Und das ist im Jugendbuchgenre nicht jedes Mal so. Und wenn es passiert, dann nicht so heftig wie hier. Jedenfalls ist das für mich so. 

Das Setting hat mich sofort ganz tief in die Geschichte gezogen, diese wiederum hat mich vom ersten Satz an gefangen genommen und überzeugt. Und mehr noch. Sie hat Sehnsucht in mir geweckt, mich mit Gefühlen überschüttet und mir das Dunkle gezeigt. Denn diese Geschichte ist alleine durch den allumfassenden, mächtigen Wald schon düster. Wenn man dann noch die Charaktere kennen lernt, wird es noch dunkler. Das meine ich nicht im Negativen.

Robin merkt man an, dass sie ein hartes Leben führt, dass sie teilweise sehr bitter ist und wenig Momente hat in denen sie wirklich lacht. Sie überhäuft den Leser nicht mit ihren ''Teenie-Emotionen'', sondern gibt wenig von sich und ihrer Gefühlswelt preis. Das hat mich einerseits besonders neugierig gemacht und ich habe andererseits jede größere Gefühlsregung ihrerseits als sehr besonders und extrem emotional empfunden. 

Emilian war einfach der perfekte Junge in diesem Buch. Für mich war genau richtig, dunkel, hell, weich und gleichermßen undurchdringbar hart. Er hat viele Facetten gezeigt und man wusste nie ganz Wer er eigentlich ist, hat aber immer neben ihm gestanden, ihn immer fühlen können.

Es fällt mir total schwer dem ganzen Worte zu geben.

Für mich war diese Geschichte genau das was ich gebraucht habe, das was ich gefunden habe ohne es zu suchen. Alles und mehr.

Gegen Ende kamen mir die Tränen. Weil es eine unglaublich harte Situation gab. [ Lest selbst ]
Und auf den letzten paar Seiten habe ich wehmütig die letzten Tränen verdrückt, denn es wurden weniger Seiten und Band 2 lag noch nicht bereit. Jetzt befinden sich 2 & 3 auf dem Weg hier her, denn es musste schnell gehen. So wichtig.

Bannwald ist kurz vor Ende des Jahres und obwohl da Jahr noch ein paar Monate hat in denen ich lesen werde, DAS Buch 2017, wenn nicht sogar DAS BUCH ÜBERHAUPT. Ich liebe jedes einzelne Wort, das die Autorin gewählt hat. 
Und ich werde es für immer lieben.

[ BESTES BUCH 2017 ]



Schreibstil:
Ich war sofort verzaubert, in den Bann gezogen und gespannt. Und das liegt an diesem unverwechselbaren Stil, der sowohl einfach zu lesen als auch düster, liebevoll, hart und schön ist. Diese Autorin kann ganz, ganz viel. 




Cover:
Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. Liebe. 



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