Freitag, 4. Mai 2018

[Rezension] oder ein Wirrwarr von Gedanken /Paper Butterflies



Nun hat es fast einen ganzen Monat gebraucht um dieses Buch zu beenden. 
Obwohl es alles hat um es in einem Rutsch lesen zu wollen, konnte ich nicht.
Auf der zweiten Seite war ich bereits in Tränen aufgelöst und brauchte eine Pause.
Immer wieder habe ich es zur Hand genommen, einige Seiten gelesen und es dann wieder unterbrochen und etwas anderes gelesen obwohl ich immer nur an dieses Buch denken konnte.

Bei Nicci von Trallafittibooks und Sarah von Sarah Ricchizzi [Sarahs Rezension]
und jetzt gerade auch bei Jill von Letterheart [Jills Rezension] habe ich bereits lesen können, dass es hart ist. Aber ich habe mir gar keine Vorstellung davon gemacht wie hart

Wenn ich wegen diesem Buch geweint habe, dann waren es keine Tränen, es war schluchzendes nicht gerade damenhaftes heulen. Am liebsten hätte ich geschrien. Jedem gesagt, dass das nicht fair, nicht okay ist und das man doch hinsehen muss. Das man nie weg sehen darf, lieber das hässliche sieht anstatt die Augen zu verschließen um ein ruhige Leben zu führen. Ich hätte nicht nur eine Person gerne geschüttelt. Einfach jeder hat das kleine Mädchen das June war übersehen, nicht für voll genommen und nicht weiter nachgehakt obwohl alles an ihrem Fall nicht richtig wirkte und das habe ich gespürt obwohl mein Englisch nicht das beste ist. 

Ich konnte nicht so gut zwischen den Zeilen lesen sondern musste mich konzentrieren, doch als ich das nicht mehr tat sondern mich treiben ließ da kam alles Knall auf Fall. Vielleicht gerade weil ich nicht mehr auf die Details sondern nur auf das wichtige und die Papier Schmetterlinge achtete. 
Und June? June war so zart und zerbrechlich und doch die aller stärkste Person überhaupt.
Kathleen konnte sie nicht brechen und daran hintern eine großartige Person zu werden. Nichts konnte diese Seele zerstören. Aber es tat weh mich zu fragen, wie sie all das ausgehalten hat. Denn es ging weit über körperliche Gewalt hinaus. Ich kann nicht in Worte fassen, wie schlimm das ist, was sie erdulden musste. Immer und immer wieder. Sicher aber war die größte Quälerei, dass niemand sich die Mühe machte genauer hinzusehen, sondern sie einfach dem Monster überließen. Sei es die Schule oder ihr eigener Vater, sie haben sie das alles allein durch machen lassen und ich wollte sie so unsagbar gerne retten. Für sie wäre ich in dieses Buch gestiegen und hätte sie befreit.

Aber stattdessen passierte die größte Ungerechtigkeit überhaupt. 
Jetzt kann sie endlich aufatmen, dachte ich aber so war es nicht.
Jede Seite von diesem Buch hat mein Herz ein bisschen mehr gebrochen, bis am Ende nur noch Scherben übrig waren. Denn der Gedanke, dass das die Wirklichkeit ist verfolgt mich seitdem. Überall auf der Welt tun Menschen anderen Menschen, Kindern, ihren eigenen sogar unaussprechliche Dinge an. Und genauso wird überall auf der Welt weg gesehen. Kinder haben das Gefühl ihnen würde eh nicht geglaubt oder der Fehler läge bei ihnen. Und das ist furchtbar. Einer der vielen Gründe warum dieses Buch mich zerstört hat.

Das einzige, was man tun kann ist seine eigenen geliebten Menschen zu beschützen und die Augen nie zu verschließen. Ihr seht das Buch hat einen extremen Nachklang aus dem ich mich erstmal heraus arbeiten muss. 

Die Autorin hat meiner Meinung nach ein extremes Talent realitätsnah zu schreiben.
Sich bis in den innersten Winkel des Körpers zu schreiben.
Viele Autoren schreiben über schwierige Thematiken und unter keinen Umständen will ich mir anmaßen zu sagen ''Das eine wäre weniger schlimm als das andere''. Für dieses Buch gilt einfach, dass es mich persönlich härter getroffen hat als die meisten, mit ähnlicher oder auch schwerer Thematik.

Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch mich verändert hat. 
Viel von mir genommen und mir viel gegeben hat.



1 Kommentar:

  1. Huch!
    Das sind aber mal eine Menge Emotionen! Ich weine nie bei Büchern. Also meistens nie...vielleicht bei diesem?
    :* Sara

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